Gender Mainstreaming
Der Begriff Gender Mainstreaming meint im Wesentlichen den Anspruch, die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen.
Gender Mainstreaming ist l ein Auftrag an die Spitze einer Verwaltung, einer Organisation, eines Unternehmens und an alle Beschäftigten , die unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen von Frauen und Männern
- in der Struktur
- in der Gestaltung von Prozessen und Arbeitsabläufen
- in den Ergebnissen und Produkten
- in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
- in der Steuerung (Controlling)
von vornherein zu berücksichtigen, um das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern effektiv verwirklichen zu können.
Lokale Analysen
Das Kernelement eines Gender Mainstreaming-Prozesses und die Grundlage für die Durchführung von Maßnahmen ist die sogenannte Genderanalyse. Bei der Genderanalyse ist eine geschlechtsspezifische Problem- und Datenanalyse von zentraler Bedeutung, damit unterschiedliche Situationen, Bedürfnisse und Betroffenheit von Frauen und Männern identifiziert werden können.
Das BASIS-Institut erstellt Genderanalysen für:
- Regionen
- Organisationen (z.B. Wirtschaftsunternehmen)
- Projektarbeit (z.B. Entwicklungspartnerschaften)
Im Rahmen kleinräumig differenzierter Genderanalysen für Gebietseinheiten wird eine Vergleichsanalyse der geschlechtsspezifisch erhobenen, analysierten bzw. aufbereiteten Daten mit übergeordneten Regionen, bspw. dem Regierungsbezirk oder dem Bundesland, ermöglicht. Um potenzielle Chancenungleichheiten bzw. Strukturen und Rahmenbedingungen, die potenzielle Ungleichheiten hervorbringen, auch kleinräumig sichtbar zu machen, führen wir bei Genderanalysen für Gebiete – auf Wunsch - auch eine Vergleichsanalyse zwischen den zum Untersuchungsgebiet gehörenden Landkreisen und Städten durch.
Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie gerne!
Vorgehen:
Inhalte einer Genderanalyse:
Eine Genderanalyse macht geschlechterhierarchische Strukturen bzw. Bedingungen sichtbar, die überhaupt erst dazu führen, dass sich geschlechterhierarchische Verhältnisse (immer wieder) einstellen. In einem nächsten, darauf aufbauenden Schritt gilt es dann, diese Bedingungen zu verändern.
Eine von uns durchgeführte Genderanalyse umfasst folgende Schritte:
1. Sammlung geschlechtersensibler Befunde
- Differenzierte geschlechtsspezifische Datensammlung bzw. Datenerhebung
- Selektion von Indikatoren, die geschlechtsspezifisch unterschiedliche Lebenswirklichkeiten sichtbar machen
2. Formulierung geschlechtersensibler Problemstell
- Wie funktionieren die Mechanismen, mit denen die in der Datenlage gefundenen geschlechtsspezifischen Differenzen und Hierarchien gebildet und aufrechterhalten werden?
3. Formulierung von Konsequenzen
- Abgleich der Ergebnisse der empirischen Analyse mit der geschlechterpolitischen Zielsetzung
- Erörterung von Handlungsmöglichkeiten, um die Lücke, die sogenannte "gender gap", zu schließen
Methoden:
Folgende Methoden und Verfahrensweisen können eingesetzt werden:
- Datenreanalyse vorhandener statistischer Daten nach Gendergesichtspunkten
- Quantitative (schriftliche und telefonische) Erhebungen, bspw. Unternehmensbefragungen
- Qualitative (leitfadengestützte) Befragungen und Experteninterviews
- Gruppendiskussionen, bspw. mit Alleinerziehenden
Anschließende Maßnahmen:
Um Organisationen bei der Entwicklung und Implementierung geeigneter Maßnahmen zur Bekämpfung von Chancenungleichheit zwischen den Geschlechtern zu unterstützen, bieten wir folgende Instrumente an:
- Präsentationen
- Workshops
- Gendertage
- Genderkonferenzen
- Gendergipfel
- Zukunftswerkstätten
Dabei richten wir uns an folgende Zielgruppen:
- Politische Entscheidungsträger
- Öffentliche Verwaltung
- Unternehmen
- Vertreter aus dem Bildungsbereich
- Projektverantwortliche innerhalb von Entwicklungspartnerschaften